Der Ortsverband Rheinberg, Alpen, Xanten, Sonsbeck des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) steht ohne Wenn und Aber an der Seite der Streikenden bei Amazon.
Die Stadt Rheinberg hat sich einen schicken Mercedes gekauft - und nun fehlt das Geld für Versicherung, Steuern und Benzin. Zugegeben: In Bezug auf die Gemeinschaftsschule hinkt dieser Vergleich. Weil er unterstellt, die Stadt habe sich unbedacht für diese teure Schule entschieden.
Die Stadt Rheinberg kalkuliert mit 14,2 Millionen Euro. Das Düsseldorfer Architekturbüro Parade präsentiert dem Bau- und Schulausschuss heute die Pläne inklusive des Raumkonzepts. Fraktionen wollen ausufernde Kosten vermeiden.
Ein Kradfahrer (17) ist gestern bei einem Unfall schwer verletzt worden. Ein Autofahrer aus Issum (25) war auf der B 510 in Richtung Rheinberg unterwegs. Beim Linksabbiegen in die Hornheidchenstraße erwischte er das Krad des 17-Jährigen. Die B510 wurde halbseitig gesperrt.
Der Streik beim Online-Versandhändler Amazon in Rheinberg wird bis zum Ende der Spätschicht am Freitagabend fortgesetzt. Das teilte die Gewerkschaft Verdi gestern mit. Die Streikenden haben die Verlängerung gestern in einer Abstimmung beschlossen. Damit komme es bei dem börsennotierten US-amerikanischen Handelskonzern erstmals zu einer einwöchigen Arbeitsniederlegung.
Auch die Stadt Rheinberg bekommt die große Flüchtlingswelle zu spüren: 116 Asylbewerber aus 27 Nationen (Stand von gestern) leben derzeit in der Stadt - und es werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch deutlich mehr. Die meisten von ihnen - die RP berichtete ausführlich darüber - sind in der Unterkunft am Melkweg untergebracht. Einige wohnen auch in der Reichelsiedlung. Im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren, der gerstern Abend tagte, lieferte die Verwaltung einen aktuellen Sachstandsbericht.
Auch gestern beteiligten sich zahlreiche Beschäftige des Rheinberger Amazon-Verteilcenters an den Streiks, die am Mittwoch enden sollen. "Es läuft gut", sagte Tim Schmidt, Betriebsratsvorsitzender bei Amazon in Rheinberg, wo derzeit rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt sind. In der Vorweihnachtszeit soll die Zahl auf etwa 3500 steigen. Das Streiklokal haben die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat in der Gaststätte "Zur Schopsbröck" an der Römerstraße eingerichtet.
Zuletzt waren wieder vehement Forderungen laut geworden nach der Ampel an der Kreuzung 57 / Drüpter Straße. Nun hat es den Anschein, dass Bewegung in das Projekt kommt. Nach Angaben von Straßen NRW soll Ausschreibung für die auf rund 150 000 Euro geschätzte Investition im November veröffentlicht werden.
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft kam gestern aus Berlin nach Rheinberg. Seine halbstündige Rede riss rund 500 Mitarbeiter des Online-Versandhauses in der Messe Niederrhein mit: "Wir sind nicht gegen Amazon, wir sind für Tarife."
Mitarbeiter der Versandhändler Amazon bestreiken ab Montag die Standorte Rheinberg, Werne, Leipzig, Bad Hersfeld und Graben. Die Gewerkschaft Verdi fordert Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels.